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Ein besonderer Dank gilt natürlich meiner lieben Frau (man kann in meinem Fall zu Recht von einer Traumfrau sprechen), die mit engelsgleicher Geduld mit ansehen durfte, wie ich Abend für Abend an meinem Computer saß - und sie in dieser sicher auch sehr tristen Zeit ab und an ein wenig zu kurz kam. Ihr Name ist Susanne - auch Schnuckelchen, Liebling, Schatz, goldenes Kleeblatt, verehrteste Freundin, Engelchen, meine Schutzgöttin, mein Sonnenschein, Diamant meines Herzens, Du Fels in meiner Brandung, Schnuffelchen, ach - mein Trost in schweren Stunden (dies aber eher selten) gerufen. Pst.: Ab und zu (und ebenfalls sehr selten) auch schon mal "dooofe Kuh". Doch dann heißt es, sich gleich in die richtige Deckung zu begeben, da Susannchen bei solchen Gelegenheiten auch gerne mal mit der Suppe schmeißt. Viele unserer Besucher denken immer, irgendein begabter Künstler hätte unsere Wände mit naiver Malerei verziert; wenn die wüssten, dass dies nur die angetrocknete Suppe von Aldi ist .. .. und wie das so ist: Wer mit der Königin seines Herzens zusammen ist, der darf sich später auch nicht über die täglichen Thronreden wundern; vor allem wenn man plötzlich stundenlang über Dinge redet, denen man vorher noch sprachlos gegenüberstand. Aber es ist ja nicht so, als würde ich nie zu Worte kommen. Nach einem Streit sagt sie schon mal: ".. gut, heute sollst du auch einmal das letzte Wort haben: Entschuldige dich!" Ab und zu fällt sie vor mir sogar schon mal auf die Knie, um dann mit den Worten angekrochen zu kommen: " .. nu´ komm endlich unter dem Bett hervor du Feigling, und kämpfe wie ein Mann!" Unter einem Kompromiss versteht Susannchen auch, dass ich nachgebe, wenn sie im Unrecht ist. Und wenn Susannchen dann mal so richtig böse ist mit mir, dann schweigt sie, und das Dumme daran ist, dass ich nicht merke, dass das eine Strafe sein soll! Als ich Susanne während eines Streites und bei einem Kreuzworträtsels mal nach einer Weltmacht mit drei Buchstaben fragte, kam wie aus der Pistole geschossen ihre Antwort: "ICH!". Lieb auch solche Momente, wo sie mich fragt: "Warum gehst du denn nicht ans Telefon, Schatz?" - "Aber es klingelt doch gar nicht" - "Na und, man muss doch nicht immer bis zum letzten Moment warten!" Es gab aber auch diese wunderbaren Augenblicke, wo ich sie fragte: ".. oh, ich bin ja so gespannt! Was da wohl so alles drin ist? Ich kann es kaum noch erwarten..! Darf ich´s jetzt auspacken, oder muss ich noch bis Weihnachten warten?" - "Mein Gott, Arthur", stöhnt Susanne dann, ".. kannst du meinen BH nicht einfach aufknöpfen wie jeder andere auch?!" Als ich Susanne das erste Mal sah, summte es übrigens in meinen Ohren, Glöckchen läuteten und ein buntes Licht flackerte - es war halt die "Liebe auf dem ersten Blick" (auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt am Flipper stand). Im Laufe der Zeit besuchten wir sogar mal gemeinsam eine Oper, doch auch dort hab ich mich blamiert, als mir der Logenschließer ein kleines Heftchen unter die Nase hielt und mich fragte: "Textbuch gefällig?" Meine Antwort war nämlich: "Nein danke, ich singe nicht mit!" Der Sommer kam und wir verbrachten den einen oder anderen Tage in der freien Natur beim Picknick, und wie es kommen musste, musste ich auch einmal für große Jungs und Susanne fragte mich: "Brauchst Du Papier?" Aber ich antwortete nur: "Nein, danke, ich lass es liegen ..!" Susannchen sagt dann immer: "Dein Gesicht an der Kellertreppe, und die Kartoffeln kommen geschält hoch!" Früher, ja früher konnte man mich schon mal leicht zu einem Kauf überreden, bis zu dem Tag, als ich mir nach einer kurzfristigen Einladung bei einem Schneider einen gebrauchten Anzug aufschwatzen ließ. Zwar passte er nicht: Die Ärmel waren zu lang, die Schultern saßen nicht und auch die Hose warf überall Falten, doch der Schneider beruhigte mich mit den Worten: "Ist doch alles kein Problem. Auf einer Party haben Sie doch sicher ein Glas in der Hand - sehen Sie, schon stimmt die Länge der Ärmel! Sie stehen natürlich auch nicht immer gerade - sehen Sie, schon sitzen die Schultern! Und die Hose bereitet auch kein Problem, Sie stellen einfach lässig das rechte Bein vor, und schon sitzt auch die Hose! Nun, ich hab mich natürlich breitschlagen lassen und musste auf der Party dann mit Entsetzen hören, wie zwei hübsche Frauen murmelten (eine war auch noch Susannchen, an die ich mich heranmachen wollte): "Der arme Mann, so verkrüppelt!" - und Susanne erwiderte lachend: "Ja stimmt, aber nen klasse Schneider hat er ..!" Aber es gab auch das eine oder andere Problemchen: Gerade in den ersten Monaten unserer Beziehung schrie Susanne immer ziemlich laut, wenn sie kam, und die Nachbarn beschwerten sich immer wieder über ihr lautes Organ; das hörte dann aber schlagartig auf, als ich ihr einen eigenen Wohnungsschlüssel machen ließ. Kennengelernt habe ich mein Susannchen übrigens in der Sauna. Ich sah mir die nackte Schönheit ein Weilchen an und überlegte, wie ich sie am besten ansprechen könnte und sagte schließlich: "Mein Gott, haben sie aber einen großen Po!" Sie haute mir völlig entrüstet eine runter und ich stammelte: "Oh, entschuldigen sie bitte, ich wollte ihnen nicht zu nahe treten. Es tut mir sehr leid, wenn ich sie verletzt habe. Und richtig gesehen sind sie ja auch recht schlank, besonders oben herum." "Ja, ja", erwiderte sie, "ich weiß, das ist auch meine große Problemzone. Ich habe auch schon alles mögliche versucht, aber es wird nicht mehr." "Na, wissen sie" antwortete ich, "da kann ich ihnen einen recht guten Tipp geben. Sie nehmen Klopapier und reiben damit ständig zwischen den Brüsten auf und ab!" Ihre Miene hellte sich auf und sie fragte: "Glauben sie wirklich, dass das hilft?" "Aber ja, gucken sie sich doch nur mal ihren Po an!" Nach zwei Stunden kam ich dann wieder zu mir. Nu ist mir auch klar, warum Susannchen viel mehr Zeit zum Anziehen braucht, wo sie doch vor jeder Kurve mit dem Tempo runtergehen muss. Inzwischen sind nun schon ein paar Jährchen ins Land gezogen und ab und an fragen meine Söhne auch schon mal die Mutti: "Du Mama, warum läuft der Papi denn im Zickzack übern Rasen?" - und sie antwortet: ".. haltet den Mund, ladet einfach nach!" Dies passierte erst neulich wieder, als ich ihr sagte: "Heute ist ein schöner Tag!" Sie: ".. und ..?" Ich: "Na, wolltest du mich nicht eines schönen Tages verlassen .. ?!" Während ich dann wie ein Hase über den heimischen Rasen flitze, denke ich in solchen Momenten immer wieder gerne an jene alte Zeiten zurück, als ich sie noch ganz als Kavalier alter Schule fragte: "Darf ich noch auf ein paar Ohrfeigen mit hochkommen?" Nun, ich war aber auch ein romantisches Kerlchen in jungen Jahren: Kerzenschein, sanfte Musik, Tanzen und sich ganz tief in die Augen schaun´ .. aber meist nur zwei Stunden lang, denn dann wurde mir der Spiegel zu schwer und ich stellte ihn wieder weg. Nun ja, dann lernte ich, wie schon erwähnt, Susannchen kennen, und sie war auch sehr lieb zu mir und umgarnte mich mit lieben Worten wie: " .. ich vergesse nie ein Gesicht, aber in Ihrem Fall will ich mal eine Ausnahme machen!" Nur mit meiner Kleidung schien sie scheinbar nicht zu frieden: "Also Herr Neumann, mit Ihrer Krawatte würde ich mir nach einem Unfall nicht mal das Bein abbinden. Sie gehören sicher auch zu den Menschen, die sich von keinem Kleidungsstück trennen können, nicht wahr?" Mit der Zeit fand sie dann aber doch noch Gefallen an mir, wie ich aus ihren netten Bemerkungen zu meiner Person schloss: "Hm, wenn man aus schimmeligem Brot Penicillin machen kann, was man dann aus Ihnen wohl alles machen kann?" Letztendlich verbrachten wir dann aber doch noch eine Menge Zeit miteinander, und anfangs, als wir noch kein Auto hatten, fuhren wir immer gerne mit dem Zug durch die Lande, da man hier schon mal die eine oder andere lustige Geschichten erleben konnte: Eines schönen Tages saß uns ein älterer Herr gegenüber, der plötzlich aufstand, mir haarscharf am Ohr vorbeispuckte und sagte: "Gestatten, von Arnsbach, Kunstspucker!" Da konnte ich mich vor Susannchen natürlich nicht lumpen lassen und so stand auch ich auf, spuckte im voll ins Gesicht und sagte: "Gestatten, Neumann, Spuckanfänger!" - Susanne hat sich halb tot gelacht! Aber auch solch eine Zugfahrt brachte schon mal kleine Meinungsverschiedenheiten, etwa: "Du, sag mal, fährt der Zug schon?" "Mein Gott, Arthur - glaubst du, für dich tragen sie die Häuser vorbei?!" Ab und an, und immer wenn sie böse auf mich war , sagte sie am Bahnhof dann schon mal: "In zehn Minuten kommt die Bahn, du könntest dich überfahren lassen!" Doch es wurde eine wunderschöne Zeit. Wir kauften uns dann ein Auto und jedes Wochenende fuhren wir mit unserem Auto spazieren. Bis zu jenem Tag, als ich vor einer großen Pfütze anhielt und einen Bauern fragte, ob die Wasserlache vor uns denn sehr tief sei. Als er dies verneinte, fuhren wir hindurch, der Wagen versank bis zur Motorhaube im Wasser - und der Bauer murmelte: "... tschh´ is ja mal wieder komisch, meinen Enten ging das Wasser gerade mal bis zum Bauch!" Ab und an darf Susannchen mir aber auch schon mal während der Arbeit über die Schulter schauen; etwa wenn ich einem Anwender mal wieder erläutere, wieso sein Rechner nicht funktioniert: ".. nun ja, es handelte sich bei Ihrem Rechner um einen wirklich komplizierten Fehler in der zentralen Energieversorgung!" "Donnerwetter, Arthur!" sagt sie dann, nachdem der Besucher wieder fort ist, "das war die bislang beste Beschreibung für ´der Stecker war nicht drin´, die ich je gehört habe!" Inzwischen hat sie mich auch völlig umerzogen, denn anfangs pinkelte ich noch im Stehen, doch Susanne sagte immer öfter: ".. ich habe ja nun wirklich nichts dagegen, wenn Männer im Stehen pinkeln, aber kannst du nicht wenigstens so lange warten, bis ich vom Klo runter bin ..?" Ach ja, wir beide sind immer noch so verliebt, das wir uns sogar eine Zahnbürste teilen; sie benutzt die Seite mit den Borsten. Ab und an philosophieren wir aber auch, was das Zeug hält - und dann kommen schon mal so interessante Gedanken zu Tage wie: ".. komisch, die Erde dreht sich 365 Tage lang jedes Jahr, und alle vier Jahre braucht sie dafür einen Tag länger. Und ausgerechnet immer im Februar! Warum das so ist weiß ich aber auch nicht, vielleicht weil es immer so kalt ist und es deswegen ein bißchen schwerer geht?" - oder ".. wenn nichts an Teflon haftet, wieso haftet es dann an der Pfanne?" Zwar hab ich sie inzwischen auch schon mal gefragt: ".. hmmm Schatz, was würdest du denn sagen, wenn ich dich bitten würde, meine Frau zu werden?" Sie: "Nichts. Ich kann nicht gleichzeitig reden und lachen!" In diesem Zusammenhang vielleicht folgende kleine Anmerkung: Susannchen liebt diesen Käse mit den Löchern; sicher, weil sie dabei weiter durch die Löcher reden kann! Neulich fragte sie mich erst wieder: "Liebst Du die Natur?" - und ich: "Na klar!" , worauf sie antwortete: "Das wundert mich aber. Nach all dem, was sie dir angetan hat ..." Inzwischen sind nun schon einige Jahre ins Land gegangen und Susannchen führt oft stundenlang Selbstgespräche. Nur sie merkt nichts davon, denn sie denkt immer, ich würde ihr zuhören ..! Susanne meint dann immer zu mir: "Auch wer regelmäßig versagt, ist zuverlässig!" Vor kurzem waren wir in der Drogerie und hörten, wie eine Frau Fliegenpulver kaufte. Murmelte ich zu Susanne: "Du, wir haben ja auch Fliegen, aber die müssen fressen was die finden, da kaufen wir nichts extra, oder?!" Wenn sich dann mal Besuch zu uns ins Haus traut, und wir diesen voller Stolz durch die Zimmer führen, werde ich schon mal gefragt, ob ich Chemiker sei. Ich antworte dann immer: "Nein, das sind nur Susannes Kosmetikartikel!" Und inzwischen machen wir auch nur noch Sex zu dritt, denn wenn man schon etwas älter ist wie ich, muss einer ja den Blutdruck messen! Am 24. Dezember 2004 (oh, Weihnachten!) trat ich mit Susannchen dann ganz mutig vor unseren Bürgermeister, wo wir um 07:00h von unserem Singleleben Abschied nahmen und als Mann und Frau das Rathaus verließen; übrigens nach über 10 Jahren des Zusammenlebens (andere Paare gehen nach 10 Jahren zum Standesamt und fragen nach, ob die Sache nicht schon verjährt ist; viele heiraten auch nur, weil sie denken: Wenn ich schon mal sterben muß, dann soll mich wenigstens jemand begießen! ). Nun, ich entscheide in der Ehe bei uns über die großen Dinge, Susanne über die kleinen, doch die Entscheidung, was groß oder klein ist, hat Susannchen. Und jetzt wo wir beiden verheiratet sind, werde ich von Tag zu Tag auch mutiger (die glücklichste Ehe, die ich mir persönlich vorstellen kann, wäre übrigens die Verbindung zwischen einem tauben Mann und einer blinden Frau), und dann frage ich schon mal ganz keck: "Schatz, sag mal, kochst Du, oder verbrennt der Nachbar wieder seine Gartenabfälle?" Susannchen kontert natürlich sofort und meint dann immer, der Wert des Mannes müsste so bei 10,95 Euro liegen: Zwei Überraschungseier und ein Kümmerlink. Als ich vor kurzem mit einer Mikrowelle nach Hause kam, meinte mein Susannchen schnippisch: "Also Arthur, typisch, dass du mit solch einem Teil angeschleppt kommst, Nun haben wir also noch so ein Teil, dass in null Komma nix heiß wird, und nach zwanzig Sekunden PING macht!" Luca-Mateo Arthur - Wonneproppen "durch und durch": Weiterhin danke ich meinem kleinen Sohn, der mit seinen inzwischen sechs Jahren ebenfalls sehr viel Verständnis dafür aufbringen muss, dass "Papa" (sehr schweren Herzens) nicht immer für ihn da sein konnte. Am 03. Juli 1998 schenkte Susannchen ihm um 20:44h das Leben - und seitdem beherrscht dieser süße "Wirbelwind in Windeln" unser Leben. (Merke: Wenn zwei das gleiche tun, entsteht schnell ein Dritter - und wir waren zu diesem Zeitpunkt der Meinung, dass das Diaphragma zum Sex passt, wie die Ritterrüstung zum Ballett!). Und nichts war mehr sicher vor ihm: Des Öfteren hat er "Papas Computer" in die ewigen Jagdgründe geschickt, indem er das Stromkabel kappte oder im Vorbeigehen schnell mal auf den "Ein/Aus-Schalter" drückte .. Wie der Papa übrigens ebenfalls eingefleischter "Treckerliebhaber" - nach "Mama" und "Papa" war "Trecker" sein drittes Wort! - und wehe der Kinderwagen wurde beim Vorbeifahren eines Treckers nicht rechtzeitig in die richtige "Sicht- und Beobachtungsstellung" gebracht ... .... und nun wird es sicher nicht mehr lange dauern und Mama wird zu ihm sagen: "Sei bitte vorsichtig mein Junge, ich habe die Diele frisch gebohnert!" - und er wird ihr antworten: "Macht nix, Mama, ich hab´ doch die Schuhe mit den Spikes an..!" Immerhin weiß Mama inzwischen genau, wo die Marmelade ist: An der Türklinke, am Fernseher, am Wohnzimmertisch ...! ... und mir persönlich graut jetzt schon vor dem Tag, wo er aus der Schule kommen und sagen wird: "... ich weiß, dass zwei und zwei vier sind, aber ich will wissen, wieso!" Vor kurzem überraschte er uns mit folgender Frage: ".. die Thermoskanne hält im Winter warm, und im Sommer kalt. Doch woher weiß die, wann Sommer und wann Winter ist?" - oder ".. wenn der Superkleber wirklich überall klebt, warum dann nicht auch auf der Innenseite der Tube?" Und inzwischen hat sich Omas Blechtrommel, die es zu Weihnachten gab, als richtiger Geldsegen für seine Spardose entpuppt: Die Nachbarn geben unserem Sohn jedes Mal 5 Euro, damit er aufhört zu spielen. Inzwischen spielt er auch schon ein wenig Klavier, und dies scheinbar so gut, dass man uns vor kurzem bei seinem Klavierspiel die Scheiben eingeworfen hat; scheinbar, damit man seine Musik besser hören kann. Luca meint inzwischen auch, Mütter hätten wie Insekten Facettenaugen, denn sie sehen einfach alles. Aber er ist halt ein kluges Kerlchen, und Susanne meint, dass er die Intelligenz von mir haben muss, da sie ihre ja noch hat ..! Erst neulich fragte er mich beim Tanken: ".. wenn die Tankstelle 24 Stunden am Tag und an 365 Tagen im Jahr geöffnet hat, warum hat die denn dann ein Schloss in der Tür?". Zur Verzweiflung bringen kann er einem aber auch mit Fragen wie: "Wie heißen denn die harten Plastikenden an den Schnürsenkeln?" Inzwischen kann Luca schon recht gut rechnen, und so fragte ich ihn, wieviel 4x4 seien. Wie aus der Pistole geschossen kam: "16!" - und ich lobte ihn: "Boh, gut mein Sohn!" Kam von ihm gleich die Rüge: "Was heißt hier gut? Das war perfekt!" Weihnachten 2003 - und Luca beeilte sich beim frisch gebackenen Weihnachtsgebäck und hat schon fast alles aufgefuttert, als Mutti ihn fragt, ob er den gar nicht an seine beiden Brüder denkt. "Doch", kommt als Antwort, "deshalb beeil ich mich doch so!" (Jetzt weiß ich auch, warum Weihnachten in der Kindheit so schön war. Ich musste damals die Geschenke nicht bezahlen ;-). Wenigstens bei Susanne konnte ich diesmal beim Geschenk etwas einsparen, denn Susannchen wünschte sich zu Weihnachten etwas Passendes zum Pelzmantel, und bekam dann von uns gemeinsam ein Päckchen Mottenkugeln! Aber auch ich wurde zu Weihnachten bedacht, und so hat mir Susannchen einen Jogginganzug, ein Aftershave und ein Brockhaus geschenkt. Soll sicher heißen: Du bist ein stinkender Fettsack ohne Bildung!? Luca wird später sicher einmal ein erfolgreicher Geschäftsmann. Vor kurzem überraschte er mich mit den Worten: "Papa, gib mir fünf Euro und ich erzähl Dir, was der Briefträger der Mama jeden Tag sagt!". Ich war natürlich sofort hellhörig, schließlich ist Susanne ein fesches Mädchen und so sagte ich: "Geht in Ordnung mein Sohn, hier sind die fünf Euro, und was sagt er der Mama?" "Schönen Guten Tag Frau Nottmeier, hier haben Sie Ihre Post!" Dieses Jahr wollten wir unseren Urlaub in "Sicht" verbringen. Leider fanden wir den Ort in unserem Navigationssystem nicht. Schade, wo es doch im Fernsehen immer so schön heißt: "Schönes Wetter in Sicht ..!" Die Entwicklung von Luca schreitet inzwischen mit großen Schritten voran, dass zweite Schuljahr ist prächtig angelaufen - und nun warte ich darauf, dass er sein Taschengeld nicht mehr für Traktorenbücher sondern für die Bravo ausgibt. Bei seinem Wissensdurst könnte ich mir dann auch schon seine erste Frage an Dr. Sommer vorstellen: "Lieber Dr. Sommer, ich möchte bald zum ersten Mal mit meiner Freundin schlafen, doch meine Freundin hat mir gesagt, daß dabei das Jungfernhäutchen platzt - und nun habe ich Angst, daß meine Eltern durch den Knall wach werden und uns erwischen!" Eines von Lucas Lieblingsfächern in der Schule ist neben Rechnen auch Erdkunde, wo er seine Lehrerin vor kurzem mit folgender These verblüffte: "In Lappland wohnen 2 Sorten Menschen. Die reichen Lappen fahren im Rentiergespann, die armen Lappen gehen zu Fuß. Daher der Name Fußlappen. Auch wohnen dort die Menschen sehr dicht zusammen. Daher auch das Sprichwort: Es läppert sich zusammen." Arthur Louis - ebenfalls ein Wonneproppen "durch und durch": Am 03. Mai 2001 schenkte Susannchen ihm um 09:11h das Leben - und seitdem beherrscht auch dieser süße "Wirbelwind in Windeln" unser Leben (merke: Wenn zwei das gleiche tun, entsteht auch schnell noch ein Vierter!) ... und es war einer dieser seltenen schönen Tage im Mai - die Sonne war diesmal auch bei uns beschäftigt und schien den ganzen Tag über, die Wiesen waren voller Butterblumen, und obwohl das neue Model als Luisa (Mädchen) bestellt worden war, wurde ein Arthur Louis (Junge) mit der typischen Mama-Papa-Nase und den typischen Papa-Mama-Augen ausgeliefert. Als besondere Ausstattungsbesonderheit gab es diesmal neben den sonst üblichen beiden Basis-Programmen "Schlafen & Wachsein" sogar eine Hupe, die eine gewisse Kompatibilität mit unserer Autohupe vorweisen konnte, und die im ersten Jahr speziell in der Nacht zum Einsatz kam; etwa immer dann, wenn der Treibstofftank zur Neige ging und Muttern mit ihren beiden hübschen Milchkanistern nicht rechtzeitig vor dem Kinderbett abbremste. Diesmal gab´s von der Hebamme sogar eine richtige Betriebsanleitung und einige technische Daten, die wir natürlich aufmerksam durchlasen - und dort stand unter den technischen Daten u.a. zu lesen: Maximale Geschwindigkeit (abhängig vom Lebensalter und dem Gewicht der Windel): - Krabbel-Modus: 1 km/h
- Laufstall-Modus: 1,5 km/h
- Aufstehen und wieder umfallen-Modus 1,8 km/h
- Taumel-Modus: 2 km/h
Ausgangsleistung: - Glucker-Modus: 2 Watt (max. 3 dB)
- Kicher-Modus: 6 Watt (max. 8 dB)
- Brüll-Modus 80 - 120 Watt (max. 500 dB), Klirrgrad 100%, Dämpfungsfaktor 0%
Füllmengen, Schmierstoffe und Restmüll: - Durchschnittliche Füllmengen/pro Tag 2 bis 8 Liter (je nach Alter)
- Auffangbehälter und Restmülleinheit bis zu 2 Liter
- Empfohlene Schmierstoffe: Baby-Öl und Baby-Creme (.. ich persönlich bin aber gegen Babyöl, denn ich finde es furchtbar, kleine Babys wegen ein bißchen Körperpflege gleich zu zerquetschen ..)
- Überfüllung des Tankinhaltes kann unangenehme Folgen haben, etwa wenn das Baby in den Bäuerchen-Modus umschaltet.
Zwar wurde unser Arthur Louis auch (wie schon Luca Mateo) in voller Grundausstattung und als portables Modell ausgeliefert, doch auch hier gehörten Tragegriffe (mal abgesehen von den Ohren ) nicht mit zur Grundausstattung. Das zugehörige Rollenmodell in Form eines Kinderwagens konnte jedoch von Luca Mateo übernommen werden ( .. tausche schwer verständliches Buch über Verhütung gegen gebrauchten Kinderwagen!). Und obwohl als Modell mit "Schlummerknopf" bestellt, bekamen wir hier ein Model mit extra lauter "Frühmorgens-/Mitternachts-Alarm"-Funktion, der nicht um- oder gar abgeschaltet werden konnte (.. was haben wir Anfangs noch nach einem Ausstellknopf gesucht ..). Wenigstens war Arthur Louis mit einem "Windel voll"-Tonsignal ausgestattet, dass einen vollgelaufenen Auffangbehälter akustisch und sehr geräuschintensiv ankündigte. Eine Art kurze Verzögerung des erneuten Alarmsignals, um z.B. noch ein wenig weiter schlummern zu können, war zu diesem Zeitpunkt für unser Babymodel leider nicht lieferbar! Auch gab es bei unserem Model noch gewisse Problemzonen mit mehr oder minderer Auslaufgefahr, die da waren: Nase, Mund sowie unten vorne und unten hinten, wobei unser Model speziell unten hinten zusätzlich mit speziellen Gerüchen aufmerksam machte; hier speziell während des Aufenthalts in der Rückentrage und in gut gefüllten Kaufhäusern - natürlich nur, wenn Papa sich das Tragegeschirr angelegt hatte. Inzwischen fährt auch er wie sein großer Bruder Roller und wir (speziell die liebe Mama) beobachteten entsetzt, wie er sich zu einer Pfütze hinunterkniete und aus dieser Wasser trank. Als wir ihn darauf ansprachen und vor den Bakterien warnten, meinte er nur: ".. wieso, die sind doch alle tot. Ich bin doch vorher dreimal mit dem Roller durchgefahren .." Inzwischen hat auch Arthur Louis immer mal wieder eine interessante Frage auf seinen Lippen, und als Susanne unserem Sohn erklärte, dass eine Krankheit immer die schwächsten Stellen des Körpers befällt, meinte er trocken: "..ach so, jetzt weiß ich auch, warum Papa immer so oft Kopfschmerzen hat..." Vor kurzem nahm ich mir meine kleinen Lauser einmal mit folgenden Worten zur Brust: ".. also hört mal! Es gibt zwei Wörter, die ich nie mehr von Euch hören will. Das eine ist "affengeil" und das andere "saudoof"! Fragte Arthur Louis: "Geht in Ordnung, und wie heißen die beiden Wörter?" Arthur-Louis sagt schon mal, wenn er nach seinem Zimmer gefragt wird: Bei uns hat jeder sein eigenes Zimmer. Nur Papi nicht, der muss immer bei Mami schlafen (ja, ja, ein wirklich schlimmes Schicksal!) Inzwischen hat auch Arthur Louis ein paar kesse Sprüche drauf, etwa: "In Lappland wohnen zwei Sorten Menschen. Die reichen Lappen fahren im Rentiergespann, die armen Lappen gehen zu Fuß. Daher der Name Fußlappen. Auch wohnen dort die Menschen sehr dicht zusammen. Daher das Sprichwort: Es läppert sich zusammen.." .. und inzwischen ist der "Heilige Dingsbums" nicht nur der Schutzpatron der Vergesslichen! Jedenfalls kenn ich inzwischen die 10 Gebote in der Kurzsprache einer Mutter: "Lass das!". Linus Tjark: Aber wie das mit so zwei süßen Bengelchen nun mal so ist: Lange Zeit arbeiteten wir wie wild an einem(r) neuen "Powerzwerg(in)" - und am Montag, den 24. November 2003 musste Arthur Louis sein Kinderbettchen dann auch schon frei machen.. ! An diesem Tag ging es mit Susannchen nämlich ins Krankenhaus, wo wir um 23:00h ankamen - um 23:24h zog sie während einer Wassergeburt den kleinen "Linus Tjark"am Köpfchen aus sich heraus - und legte sich den Kleinen dann auch noch selbst auf den Bauch. Was für ein gigantischer Anblick, die Geburt des kleinen Männleins so hautnah miterleben zu dürfen. Drei Stunden später waren wir dann schon wieder daheim. Linus Tjark sieht übrigens genauso aus wie seine beiden Brüder "Luca Matheo" und "Arthur Louis", wog bei der Geburt 3680 g, hatte eine Länge von 53 cm und auch die Alarmanlage war wie bei den beiden Vorversionen vorhanden - obwohl diese Version von der ganz modernen Sorte zu sein scheint. Und wo bei Luca und Arthur Louis die Sirene nach und nach anschwellte, ist bei diesem neuen Modell der Alarmton sofort voll da. Scheinbar handelte es sich hier aber doch um ein Luxusmodell der gehobenen Klasse, denn unser kleiner Fruchtzwerg weckte seine Eltern nur einmal in der Nacht. Inzwischen sind auch hier nun schon einige lustige Anekdoten passiert. Erst letzte Woche kam er zu mir, um mir seine beiden kleinen geschlossenen Hände zu zeigen, die etwas versteckten (aber nicht sonderlich gut rochen). Während er seine beiden Patschers öffnete und den Blick auf einen Hundehaufen freigaben meinte er voller Stolz: "Guck mal Papa, bin ich nicht rein getreten!" Linus meinte vor gar nicht allzulanger Zeit, dass Gartenzwerge rote Mützen haben, damit sie beim Rasenmähen nicht überfahren werden (klingt ja auch logisch, oder ?!) Inzwischen werden auch seine Bemerkungen sinniger, so beantwortete er die Frage, ob er wüßte, was ein Pfirsich wäre mit folgenden Worten: "Ein Pfirsich ist wie ein Apfel mit Teppich drauf!" Und als es Möhren gab, meinte Linus zur Mama: "Nun hab ich die Möhren genau zwanzig Mal gekaut, und was soll ich nun damit machen?" Und inzwischen investieren wir unser mühsam verdientes Geld nur noch in Spielsachen, Windeln, Kindergarten, Haftpflichtversicherungen etc., und auch das Auto hat nach mehreren Umtauschaktionen inzwischen mehr die Größe eines mittleren Omnibusses erreicht, nebst Anhänger für das umfangreiche Spielzeugsortiment. Jetzt, wo sich die Kinderzimmer mit Spielzeugbergen füllen, überlegen wir schon, was wir den Kindern kommendes Weihnachtsfest zu Weihnachten schenken. Ich habe ja Wanzen und Kakerlaken als Spielzeug vorgeschlagen; die räumen sich wenigstens von selbst auf, wenn das Licht angeht! Malique Arthur Aber wie das mit so drei süßen Bengelchen nun mal so ist: Lange Zeit arbeiteten wir wie wild an einem(r) neuen "Powerzwerg(in)" - und am Montag, den 23. Oktober 2006 war es dann auch schon so weit, dass (diesmal) Linus sein Kinderbettchen räumen musste, denn um 15:43h erblickte klein Malique (51 cm, 3450 g, Sternzeichen Waage) im Krankenhaus das (sonnige) Licht der Welt. Um 19:30h holte ich mit unseren drei Kindern das liebe Susannchen mit dem Kleinen dann auch schon wieder ab. Das Glück des Lebens kann niemand schmieden, immer nur das Glück des Augenblicks! Und wie das mit so vier süßen Bengelchen nun mal so ist: Lange Zeit arbeiteten wir wie wild .. (.. oh, ein kleiner Scherz, den jetzt sind die vier Kinderzimmer gefüllt .. außerdem haben wir ein Kind pro Jahreszeit: Frühjahr: Arthur Louis, Sommer: Luca, Herbst: Malique und Winter: Linus). Inzwischen haben wir auch eine sichere Verhütungsmethode gefunden: die "Eimermethode". Wer nicht weiß, was das ist, der soll sich das mal von Susannchen erklären lassen: "Wir machen’s im Stehen. Mein Mann ist klein, deshalb stellt er sich auf den Eimer, und wenn er die Augen verdreht, trete ich den Eimer unter ihm weg. So einfach ist das...!" Seine Majestät: Tabaluga Zusätzlich gehört zu unserer Familie ein Berner-Sennenhund! Hier erspare ich mir eine weitere Beschreibung und zitiere Herrn Prof. Dr. Bernd Günter, der in seinem Buch "Der Berner Sennenhund" (Kynos Verlages, ISBN Nutzer. 3-924008-92-2) den Berner Sennenhund folgendermaßen beschreibt: Ein Bild von einem Hund - durchweg von imposanter Gestalt: Kräftig gebaut, kompakt, weder plump noch schwerfällig - harmonisch durchprobportioniert. Stämmige Beine mit weißen festen, rundlichen bärenhaften Pfoten, die ihm Anmut im Stand und Grazie und Eleganz im Lauf verleihen. Eine mächtige, überaus breite und tiefe Brust. Ein fester, gerader, eher breiter Rücken, sanft gewölbte Kuppe ... knapp 50 kg muskulöse, gebändigte Kraft; athletisch geformt und anmutig getragen. 68 cm Schulterhöhe der Kopf auf kräftigem Hals stolz erhoben; mächtig, aber ohne jegliche Derbheit. Das Gebiss respektabel, kraftvoll; jedoch gänzlich ungefährlich. Dunkelbraune treublickende Mandelaugen. Das Haar ein faszinierendes Spiel der Farben: Schwarz, weiß, rotbraun; lang, leicht gewellt und glänzend. Die weiße Blesse verleiht dem Gesicht etwas Liebes, Freundliches. Die Schönheit des Körpers wird komplettiert durch seine majestätische Haltung, durch seinen liebenswertbedächtigen, kraftvollgeschmeidigen Bewegungsablauf. Besondere Kennzeichen unseres Tabalugas: Total verschmust, immer hungrig - und gut dressiert: So bringt er uns jedes Stück Zucker oder jede Scheibe Wurst, die er von unseren Gästen erhält, sofort zurück in die Küche. Und wer meint, sich nun auch einen Berner Sennenhund anschaffen zu müssen: Ein Berner Sennenhund macht keine Häufchen sondern "düngt" Berge ... Ps: Früher, als ich noch eine Ferienfahrschule in St. Peter-Ording besaß, hatte ich einmal einen ostfrisischen Hund, der in der Ecke saß und immer ganz verzückt an seinem Knochen knabberte; bis er eines Tages nur noch drei Beine hatte. Im Laufe der Jahre erlitt Tabaluga ein Hüftleiden, dass im Februar 2006 operiert wurde. Um die Belastung für den lieben Hund so gering wie möglich zu halten, zog Tabaluga anschließend zu den Großeltern, wo er nicht mehr den tobenden Kindern ausgesetzt ist. Leonberger: Ben Am Freitag, den 23. Dezember 2005 musste Tabaluga seinen Garten räumen, denn es kam tierischer Nachwuchs: Ein zehn Wochen alter Leonberger, den wir "Ben" nennen, und der mit seinem mitleidvollen Blick so ziemlich jeden um den Finger wickelt. Nur nicht Tabaluga; der ist ziemlich genervt, weil der kleine Kerl im vorbeirennen mal schnell in dessen Allerwertesten beißt und ein paar Büschel Haare mitgehen lässt. Inzwischen hat Ben eine Ausbildung beim Zoll begonnen, wo er Drogen erschnüffeln soll; er hat uns inzwischen also verlassen, doch wir werden auch ihn immer in unserem Herzen behalten. Schlafmütze: Neufi Tabaluga Da man zwar ohne Hund leben kann, es sich ohne Hund jedoch nicht so richtig lohnt, zog am Freitagmorgen dem 29.09.2006 ein waschechter Neufundländer (kurz Neufi) bei uns ein - ein Traum von Hund! Knuffig von der Nase bis zur Schwanzspitze und der erste Hund, der das Grundstück nicht freiwillig verlässt. Im Laufe der Zeit war ich mir dann nicht mehr so sicher, ob es sich bei unserem neuen "Tabaluga" wirklich um einen Hund handelt und nicht etwa um eine schwarze Schlaftablette mit vier Bärentatzen. Nachts zum Stuhlgang musste ich den kleinen Kerl nämlich immer zur Wiese tragen, weil er einfach nicht aufstehen mochte. Wenn ich dann Pech hatte, legte er sich gleich wieder hin und ratzte weiter; und ich hatte meist das Pech und stand dann dumm rum. In einem Forum fand ich dann folgenden Beitrag über den neufundländer, den ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten will; zeigt er doch sehr schön den Charakter unseres Hundes: Dort, wo sich die Wellen des Ozeans an der Felsenküste in brodelndem Schaum brechen, wurde eine Legende geboren. Diese Geschichte erzählt, daß als Gott sich anschickte, sein Werk zu betrachten, er plötzlich auf einer sturmgepeitschten Insel ein kleines Volk von Fischern erblickte. Diese einfachen Menschen kämpften tapfer gegen die unwirtliche Natur, aber das Eis des Winters und die gefährlichen Küsten besiegten sie zuweilen, immer wieder forderte das Meer Menschenleben als Opfer. Trotzdem blieben sie auf dieser Insel mit einer Hartnäckigkeit verwurzelt, die nur ihrem Mut gleich kam. Gott sah es, hatte Mitleid und überlegte, wie er das Leiden dieser Fischer erleichtern könnte. Er suchte unter allen seinen Geschöpfen nach einem, das ihnen dienen könnte, aber er fand keines. Also beschloß er, ein neues zu erschaffen - Zunächst wählte er den Körper eines Bären, sein mächtiger Knochenbau eignete sich für die harten Anstrengungen besonders, sein dichtes Fell würde es auch ermöglichen, der bitteren Kälte zu widerstehen. Dann überlegte er, die harten Konturen des Bären durch die geschmeidigeren des Seehundes aufzulockern, damit das Tier auch schwimmen und schnell durch die Wellen gleiten könnte. Als er seinen Blick auf das Meer richtete, traf er auf die Delphine, die den Schiffen schnell und neugierig folgten. Ihre kleinen fröhlichen Augen enthüllten ihre heitere Seele, die Delphine liebten den Menschen so sehr, daß sie ihm auch das Leben retteten. Sie durfte Gott bei der Erschaffung des neuen Geschöpfes nicht vergessen. Er formte und formte, und siehe, dank wunderbarer Schöpferkraft entstand ein prächtiges Tier mit leuchtendem Fell, zur selben Zeit kraftvoll wie sanft. Dieses Wesen mußte aber auch unter allen Bedingungen Treue zeigen, nahe beim Menschen leben und bereit sein, sein Leben für ihn zu opfern. Deshalb legte Gott ihm das Herz eines Hundes in die Brust -und das Wunder war vollbracht! Seit jenem Tage lebte zu Seiten der Menschen des Meeres ein mutiger, starker und treuer Begleiter - der Neufundländer. Aber man sollte als Besitzer eines Neufundländers schon ein ganz besonderer Mensch sein, einer der gerne mit einem haarigen Monster lebt und nicht im Hausputz aufgeht. Das sind die Grundvoraussetzungen. Hat man diese Hürde genommen, geht alles glatt. Oder etwa nicht? Alle Welpen sind lebendige Bündel voller Unsinn, der Neufundländer ist nur "ziemlich viel" größer. Sie haben nun Ihren flauschigen Welpen mit den herrlichen großen Pfoten, den bezaubernden Augen, der Zunge, die Sie am liebsten zu Tode lecken würde, und dem Blick, der jede Pralinenschachtel aufspringen lässt. Was nun? Es gibt Prioritäten. Dieses liebevoll eingerichtete Wohnzimmer, es ist zu klein. Dem Rolls Royce unter den Hunden gebührt ein Rolls Royce. Sie brauchen zwar nicht so weit zu gehen, aber ein Kombi sollte es schon sein. Neufundländer lieben Autos und sitzen gerne stundenlang drin und warten aufs Losfahren. Manchen reicht der Spaziergang im Auto vollkommen. Möchten Sie gerne den Küchenboden zwei- bis dreimal täglich wischen? Ihr neuer Welpe hilft Ihnen gerne dabei. Zuerst stößt er die Wasserschüssel um, dann patscht er in der Pfütze herum, bis rundherum alles gründlich nass ist, anschließend macht er im kühlen Nass ein kleines Nickerchen, um dann mit der Schüssel im Fang bettelnd anzukommen: "Almosen für die Armen dieser Welt, wenigstens aber für den hündischen Vertreter, nämlich mich!". Das ständige Aufwischen verhilft Ihnen zu einer elfenhaften Figur. Neufundländer schäumen über vor Liebe. Ein Präsent soll Ihnen zeigen, wie gerne er Sie mag – z.B. ein Handtuch. Bei seinem sanften Maul muss es nicht in Fetzen hängen. Er kann ein rohes Ei, ohne es anzukratzen, tragen. Zerstörerische Instinkte sind beim Neufundländer nicht stark ausgeprägt. Sie haben nun ein größeres Auto und einen viel häufiger geputzten Küchenfußboden, und Ihr Welpe wird rasch zum Teenager. Er kann nun auf den Tisch gucken, die Couchtische wurden schon längst weggeräumt, weil seine freundlich wedelnde Rute ständig alles um- und herunterwarf. Nun kann er mit dem vorderen Ende den Tisch von allem befreien, das in irgendeiner Form essbar ist. In diesem Stadium hält er sich für einen Schoßhund, wenn Sie abgeschlagen in Ihren Lieblingssessel oder auf die Couch sinken. Dann ist er nur zu gerne bereit, sich Ihnen zum Schmusen und Kraulen anzuschließen und Sie mit seiner schlabberigen Liebe zu überwältigen. Man muss schon ein Krake mit 8 Armen sein, um all die Stellen zu kraulen, die ihn dabei in den siebten Himmel schicken. Sprach ich von einem sauberen Küchenboden? Wahrscheinlich ist er kein Swimming-Pool mehr, aber die Pfoten sind nun so groß geworden, dass je ein halber Liter Wasser damit hereingeschleppt wird - und nicht nur sauberes Wasser! Pfoten scheinen Schmutz wie ein Magnet anzuziehen. Auf dem Rücken zu liegen und alle vier Pfoten in die Luft zu strecken, ist seine Lieblingsposition. Wenn er dann aufstehen will, muss er sich drehen und wenden und dabei an den Wänden abstützen, was nachher aussieht, als sei er die Wand hochgegangen. Es regnet oder schneit pausenlos? Ihr Neufundländer ist sehr entgegenkommend; wenn Sie glauben, dass man keinen Hund vor die Tür jagen kann, dann akzeptiert er das gerne. Vielleicht entschließt er sich, statt spazieren zu gehen, vor der Tür im strömenden Regen zu sitzen. Anschließend kommt er herein und schüttelt sich, so dass Sie einen Eindruck davon bekommen, wie kalt Schnee und Regen sein können. Dank des doppelten Haarkleids bleibt SEINE Haut jedenfall knochentrocken. Fellpflege gehört zu den täglichen Pflichten. Die meisten lieben sie. Ohne Pflegetisch bricht man sich beinahe das Kreuz, insbesondere, wenn er in den Boden versinkt, um dabei ein Nickerchen zu machen. Sein dickes Fell bietet Schutz vor Kälte und Nässe. Im Winter werden Sie Heizung sparen. Achten Sie nicht darauf, wenn Ihnen kalt ist. Ziehen Sie sich einfach noch eine Strickjacke an. Diese könnte aus Neufundländerhaar gestrickt sein. Auf diese Weise lernt man, was es heißt, ein solches Fell im Sommer zu tragen ohne es ausziehen zu können. Er kann sich nur mittels Haarwechsel befreien (und es scheint noch immer keine befriedigende Erklärung dafür zu geben, warum immer nur die Besucher Hundehaare in der Teetasse oder auf dem Kartoffelbrei finden, wo sie sich am besten herausmachen). Dunkle Farben nehmen das Sonnenlicht auf. Der Neufundländer braucht deshalb bei heißem Wetter ab und zu eine Dusche mit dem Gartenschlauch und ein schattiges Plätzchen zum Ruhen, auch wenn das die Umgestaltung des Gartens bedeutet. Schmutzige Tümpel ziehen ihn magisch an; schließlich ist er ein Wasserhund - die einzige Rasse, die angeborene Schwimmhäute zwischen den Zehen hat. Höchstes Glück bedeutet für den Hund zu schwimmen, und wenn Sie ihn begleiten, macht das riesigen Spaß. Vielleicht noch mehr, wenn Sie sich einem wöchentlichen Ausbildungskurs anschließen. Wenn Sie nicht unbedingt in voller Kleidung ins kalte Wasser wollen, dann können Sie Karrenziehen oder Gehorsamsausbildung mit ihm machen. Allerdings muss hier gesagt werden, dass der Neufundländer, hat er die Grundregeln einmal gelernt, glaubt, genug sei genug (ein Neufundländer hört einen Befehl, läßt ihn sich durch den Kopf gehen und kommt dann bei Gelegenheit darauf zurück!) Aber er kann über sich hinauswachsen, wenn er (nicht Sie) dies für angemessen hält, z. B. wenn er einen Schwimmer im Wasser entdeckt. Wie soll er wissen, dass sich dieser nicht in Seenot befindet? Der Rettungstrieb ist ihm angeboren, und nichts kann ihn davon abhalten, ins Wasser zu springen und ihm zu Hilfe zu kommen. Manch ein ahnungsloser Schwimmer fand sich schneller wieder an Land als ihm lieb war - und oftmals nicht zu seiner großen Begeisterung. Selbst als ausgereifter erwachsener Hund besitzt er noch viel Sinn für Humor. Er nimmt es gelassen hin, wenn das Baby seine Zähne in die Ohrlappen gräbt oder kleinere Hunde an seinem Fell herumzerren und ihn als Schlafdecke benutzen. Freundlich, wie es dem sanften Beschützer gebührt, wacht er über die Kinder und seine erwachsenen Bediensteten, damit ihnen nichts passiert. Er erwidert Ihre Zuneigung hundertfach. Allerdings hat er keine Ahnung, dass ein freundliches Pfötchengeben Blutergüsse mit sich bringt! Er möchte nur bei Ihnen sein, damit Sie beide sich gegenseitig genießen können. Er weiß wann Sie traurig sind und legt seinen großen Kopf mit den sprechenden Augen auf Ihren Schoß, um Sie aufzumuntern. Sind Sie glücklich, lacht er übers ganze Gesicht, was Ihnen ein noch größeres Glücksgefühl vermittelt, nur weil er bei Ihnen ist. Die Welt ist in Ordnung, wenn Sie einen Neufundländer besitzen. Das Vergnügen, das dieser Hund bereitet, überwiegt bei weitem die gelegentlichen Nachteile. Wenn sich im Paradies eine Menschenseele und eine Hundeseele begegnen, muss sich die Menschenseele vor der Hundeseele verneigen. Erziehung und der Neufundländer, ein wahrer Erlebnisbericht: Es gibt verschiedene Charaktere beim Neufundländer! Die Ruhigen braven Lämmer, nur nicht auffallen! Die Dominanten, herausfordernden und die so genannten "Kasperköpfe" - und egal welchen Sie davon besitzen, die Erziehung ist ein Spiel für sich bei dieser Rasse. Ich bin mit Hunden jeder Rasse aufgewachsen (wir waren so etwas wie ein privates Tierheim), aber ich hatte noch niemals solche Schwierigkeiten einem Hund etwas beizubringen. Mit meinen Bären war ich in 3 verschiedenen Hundeschulen, und das mag schon mal was heißen! Aber Sie werden sicherlich bemerken, das egal in welche Schule oder zu welchem Trainer Sie gehen, mit einem Neufundländer sind Sie immer ein Exot! Viele Hundeschulen sind der Meinung gehorsam kann jedem beigebracht werden! Aber an meinem Hund sind sie verzweifelt. Ich habe erlebt das meist vor einer "Schulstunde", ein gemeinsames Spielen der Hunde veranstaltet wird. Da geht es dann meist schon los! Alle spielen miteinander, nur IHR Neufundländer (der Grobmotoriker in Person) rennt alles Platt, schmeißt andere Hunde einfach um, oder steigt einfach drauf, weil er sie nicht sieht! Womit Sie natürlich bei Ihren Mitstreitern nicht gerade auf Beliebtheit stoßen! Meist haben die anderen Hundebesitzer auch schon den Vorteil, das deren Hund schon auf irgendwas hört, nur Ihr Bär reagiert im besten Fall wenn sie mit "Guddis" wie wild winken (das einfache herausholen aus der Jackentasche bringt gar nichts, glauben Sie mir!)! Rufen, Pfeifen oder gar hysterisches (was sie nach 10 Minuten ungehorsam auch tun werden) schreien bringt gar nichts. Gut, also auf in die "Schulstunde". Der Trainer möchte dass sich im Kreis aufgestellt wird und der Hund auf Ihrer linken Seite "Sitz" macht. Bis dorthin funktioniert alles ganz gut (wenn Ihr Bär gerade den "Anfall" hat, Sitz zu machen!). Dann sollen doch jetzt alle im Kreis laufen und die Hunde bei Fuß. Tja und da stehen wir auch schon vor dem ersten Problem. "Bärchen" will nicht aufstehen! Klar der ist vom Spielen total platt! (das wissen Sie, aber Ihren Trainer interessiert das überhaupt nicht!) Also "Leckerle" aus der Tasche geholt, gelockt (natürlich muss man es direkt vor die Nase halten, 1. hat er sich in der Zwischenzeit hingelegt und 2. der "faule Sack" meint er pennt jetzt) und immer weiter vor die Nase gehalten solange er laufen soll. Selbstverständlich werden Sie dabei erwischt und sofort zusammen geschissen, dass es ja wohl so überhaupt nicht zu laufen hat! (Klar was bilde ich mir auch ein?! Ich kenn meinen Hund und es funktioniert bei ihm alles nur übers Fressen, wir sprechen hier vom Neufi und nicht vom Dobermann!) Okay, dann sollen wir auf Kommando stehen bleiben und der Hund sich wieder neben uns setzen. Ha ha ha, alles sitzt nur unserer steht und guckt doof in die Runde! Mittlerweile blicken alle auf Sie und Ihr schwarzes Monster, weil Sie ernsthaft mit Ihrem Hund diskutieren! (vielleicht auch weil Sie Ihrem Bären zwischenzeitlich androhen das Abendessen zu streichen wenn er jetzt nicht sofort das tut was sie wollen, nämlich Sitz machen!). Glauben Sie mir, soviel diskutiere ich mit meinem Mann nicht, wie mit meinen Hunden! Letzten Endes kommt der Trainer zu Ihnen und sieht Sie an, als hätten Sie ihm gerade das essen (um beim Thema zu bleiben, grins) vom Teller geklaut und will Ihnen zeigen wie einfach das doch ist! Er nimmt die Leine und will mit dem Hund loslaufen. Aber der macht keinen Zuckerer und sieht Sie nur verständnislos an! Also der Trainer hin zu dem Hund und zuppelt an der Leine (Sie können Ihrem Hund ansehen was er denkt "Was hat der den?"), aber nix tut sich! Gut, der Trainer meint dann, das er wohl mit dem Hund nicht laufe, weil ihm jetzt die Zeit dazu fehlt, aber er mir zeigt, wie man mit "Beistreichen" den Hund zu einem sanften Sitz bewegen kann! (Sie denken sich völlig relaxt, na dann mach mal). Also, der Trainer stellt sich neben den Hund (der freut sich mittlerweile tierisch, weil er denkt er bekommt was zu fressen), nimmt ihn mit der rechten Hand am Halsband, zieht das leicht nach oben und will ihn mit der linken Hand von vorne nach hinten "runterstreicheln"! Dies tut er ca. 10 mal und sagt dabei immer wieder "Sitz!", wie eine Schallplatte die einen Sprung hat! Und was soll ich Ihnen sagen, der Hund steht immer noch! Wie eine eins, ohne auch nur den Anschein von Sitz zu machen! Dann wird Ihnen erklärt, man hätte es Ihnen jetzt gezeigt wie es geht und das müsse zuhause geübt werden, bis er es ohne "Beistreicheln" beherrscht! Ganz ehrlich, ich hätte mich zuhause wund streicheln können, und wir würden heute noch im Garten stehen und dieses verflixte Kommando "Sitz" üben. Machen wir weiter: Der Hund soll "Platz" machen. Das funktioniert prima! (liegt wohl daran, das "Bärchen" mittlerweile total gelangweilt ist). Dann soll er wieder aufstehen und weiter Fuß laufen. ER steht aber nicht auf! Der Trainer erklärt Ihnen, er solle von Platz in Sitz übergehen dann läuft er schon weiter. Wenn er doch vorhin schon nicht sitzen wollte, wie soll ich ihn erst jetzt dazu bringen? Mittlerweile wurden Sie schon | | | |